Kreuzbandriss:
Überblick

Kreuzbandriss: ÜberblickDer Kreuzbandriss zählt zu den häufigsten Verletzungen im Kniegelenk.

Jedes Knie hat zwei Kreuzbänder, ein hinteres und ein vorderes. Grundsätzlich können beide Bänder reißen, allerdings treten Verletzungen des vorderen Kreuzbandes deutlich öfter auf. Sportunfälle sind hier eine häufige Ursache. Nicht selten werden dabei auch benachbarte Strukturen im Kniegelenk, wie etwa die Seitenbänder oder die Menisken, in Mitleidenschaft gezogen.

Der Kreuzbandriss, auch Kreuzbandruptur genannt, zählt zu den häufigsten Verletzungen im Bereich des Kniegelenks. Dabei kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Riss des vorderen und/oder hinteren Kreuzbandes. Besonders häufig ist der vordere Kreuzbandriss, der typischerweise auf Sportverletzungen zurückgeht.

Anatomie: Jedes Kniegelenk hat zwei Kreuzbänder

Knie: Aufbau

Das vordere und das hintere Kreuzband bilden in der Mitte des Gelenks ein Kreuz, daher auch ihr Name. Sie verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein und stabilisieren das Kniegelenk beim Strecken, Beugen und bei Drehbewegungen.

Ein vorderer Kreuzbandriss ist deutlich häufiger als ein hinterer Kreuzbandriss. Meist sind es Sportunfälle, die zu einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes führen.

Ein hinterer Kreuzbandriss kommt seltener vor und geht auf eine extrem starke Krafteinwirkung, zum Beispiel bei einem Auto- oder Motorradunfall, zurück.

Neben den beiden Kreuzbändern zählen auch die beiden Seitenbänder (Außenband und Innenband) zu den verletzungsanfälligen Strukturen im Kniegelenk.

Kreuzbandriss: Symptome & Behandlung

Bei einem frischen Kreuzbandriss schießt der Schmerz sofort nach der Verletzung ein – meist hören die Betroffenen ein knackendes Geräusch (Rupturgeräusch) dabei. Dann lassen die Schmerzen oft wieder nach und treten vor allem bei Belastung wieder auf. Manchmal sind die Schmerzen auch so gering, dass die Verletzung mitunter auch über viele Jahre hinweg nicht erkannt wird (alter Kreuzbandriss).

Bleibt ein Kreuzbandriss unbehandelt, führt dies zunächst zur Instabilität des betroffenen Kniegelenks. Auf lange Sicht werden zudem degenerative Veränderungen im Knie (Kniearthrose) oder Meniskusschäden begünstigt.

Zu den weiteren Symptomen bei einem Kreuzbandriss zählen Schwellungen, ein Kniegelenkserguss sowie ein Gefühl der Instabilität vor allem beim Gehen, die sich zum Beispiel durch das Wegknicken des Knies zeigt. Zusätzlich kann die Beweglichkeit des Kniegelenks beeinträchtigt sein (Gelenkblockade, Streck- oder Beugehemmung).

Mehr zu den Symptomen

Die Behandlung eines Kreuzbandrisses setzt sich in der Regel aus verschiedenen Therapiebausteinen zusammen. Bei einem frischen Riss sollte das Knie nicht mehr belastet und rasch gekühlt werden. Bei akuten Beschwerden ist eine schnelle Schmerztherapie wichtig. Die Betroffenen erhalten in der Regel Gehstützen und eine Kunststoffschiene, um zu gewährleisten, dass das Knie zunächst nicht oder nur teilbelastet wird. Um die Symptome langfristig in den Griff zu bekommen sind verschiedene physiotherapeutische Maßnahmen erforderlich (z. B. Krankengymnastik, Kälteanwendungen). Ob eine Operation notwendig ist, hängt von individuellen Faktoren wie dem Ausmaß der Instabilität des Gelenks, dem Alter und der sportlichen Aktivität des Betroffenen ab.

Mehr zu der Behandlung

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